Re: Schnorrer-Mentalität - Versicherung: 283 Patente gefährden Linu…
> Erst die Patente von fast 300 (!) Personen und Institutionen
> verletzen, die viel Zeit, Arbeit und Geld und Arbeit in ihr Ergebnis
> investiert haben, indem man die Ergebnisse ihrer Arbeit übernimmt
> (besser: klaut).
Wow. Was für ein ausgemachter Schwachsinn. Was hat denn so “viel
Zeit, Arbeit und Geld” verschlungen an einem
Fortschrittsbalken-Patent? Oder an dem Patent “Ich speichere ein
Word-Dokument in einer einzigen XML Datei”? Oder an dem Patent “Ich
lade eine Internet-Seite und lade die Links auf dieser Seite zu
Update-Zwecken der Reihe nach nach”? So sieht es nämlich aus. So
sehen viele Patente aus. Und bitte erklär mir mal, was daren so
innovativ und genial sein soll und was in der Entwicklung von sowas
soviel Geld und Arbeit verschlungen haben soll?
Und wenn ich ein Stück Code schreibe und mir Gedanken mache, dann
klaue ich noch lange keinen anderen Code. Dennoch kann das, was aus
meiner Feder fließt, ein PAtent verletzen, weil irgend eine der
anderen 5 Milliarden Menschen mal eine ähnliche Idee hatte.
Vielleicht hat aber jemand gerade eine Stunde nach meiner Arbeit
gerade die gleiche Idee und meldet sie zum Patent an. Aber ich
erfahre erst 1 Jahr später davon. Habe ich dann die Arbeit anderer
“geklaut”, wie Du es nennst? So ein Schwachsinn! Wenn Du einen
Audio-Player baust und ich finde die Idee gut und ich baue auch
einen, was ist daran geklaut? Wenn es ein Waschmittel gibt, dann sind
alle anderen Waschmittelhersteller assoziale Räuber, weil sie
ebenfalls Waschmittel produzieren?
> Dann zum soganannten “Open Source” zusammenschustern und unter’s Volk
> bringen.
Sag mal geht’s noch? Was Du schreibst ist nicht nur beleidigend
sondern auch in so fern unverschämt, da Du mit Deinen Worten alle
“Open Source” Entwickler das Motiv unterstellst, sie klauen irgendwo
Sachen und “bringen es dann unter das Volk”. Du vergiftest mit dieser
Unterstellung die ausgemachter Blödsinn ist die Köpfe viele Menschen.
> Was ist das ? Mieseste Schnorrer-Mentalität. Und aus welchem Grund ?
> Nein, kein Finanzieller.
Was für ein Müll. Siehe oben. Wenn ich ein Softwareprodukt für 30
Dollar nicht kaufe sondern 3 Monate Arbeit investiere, um es selbst
zu schreiben, dann nennst Du das Schnorrer-Mentalität. Hä? Geht’s
noch?
> Es ist der gleiche Grund, warum schon damals zur Schulzeit die einen
> Samstagabends auf Partys gegangen sind und mit Mädels rumgemacht
> haben, während die anderen mit einer riesengrossen Pizza im Keller
> vor ihrem PC verschwunden sind:
>
> Geltungsbedürfnis ! Weil man sich auf andere Art und Weise leider
> keine Geltung verschaffen konnte und kann.
Ja, ganz sicher. Träum weiter! Es ist genau umgekehrt. Du hast mit
Mädels rumgemacht, weil Du Dich und die anderen Dich dann als
bewundernswert und toll angesehen haben. Die anderen sind in den
Keller gegangen weil sie gesagt haben, so ein oberflächlicher
Schwachsinn ist mir im Moment nicht so wichtig wie die Genugtuung zu
haben, etwas gutes, großartiges für die Allgemeinheit geleistet zu
haben (bleiben wir mal bei Open Source Entwicklern). Nenn es
meinetwegen eine andere Form des Geltungsbedürfnisses. Ist aber dann
wohl eher ein sehr introvertiertes Geltungsbedürfnis, denn kaum
jemand wird Dir die Namen der Entwickler sagen können, deren
Open-Source-Software er einsetzt. Tolle Befriedigung des
Geltungsbedürfnisses dann, wenn die Entwickler eh niemand kennt. Und
jetzt fühlst Du Dich in Deinem Geltungsbedürfnis angekratzt, weil es
Leute gibt, die was für umsonst machen? Für kein Geld? Und manches
ist davon großartig? Das stört Dich? Was ist nur los mit Dir?
> Und heute rottet man sich zusammen und glaubt, mit Linux ein Mittel
> gefunden zu haben, um es endlich nach Jahrzehnten den wirklich (und
> schon damals) Erfolgreichen und Leistungsbereiten heimzahlen zu
> können.
Wow. Ich bin also nicht Leistungsbereit, nur weil ich für meine
Arbeit keine horrenten Summen einstreiche. Entschuldige, ich muß es
anders formulieren: Weil die Firma, der meine Arbeitskraft gehört,
für das, was ich tue keine horrenten Summen einstreicht, damit es den
Finanzies in ihren Häusern auf den Bahamas gut geht. Was für eine
Logik.
> Logisch, dass bei solch einer lange gewachsenen Frustrationshaltung
> das Unrechtsbewusstsein recht kümmerlich ausgeprägt ist.
Klar. Alles, was in den Gesetzestexten steht, ist absolut richtig.
Jeder der ein Gesetz bricht, ist ein Schwerverbrecher. MANN! WO LEBST
DU? Glaubst Du die Gesetze werden gemacht, weil sie einer
Gerechtigkeit oder sowas entsprechen? *lol* Nicht alles, was in den
Gesetzestexten steht, ist sinnvoll. Aber das nur nebenbei. Open
Source Entwickler haben wohl kaum weniger Unrechtsbewußtsein, nur
weil sie Software Produzieren und dafür kein Geld verlangen, ganz im
Gegenteil. Vielleich ist ihr Unrechtsbewußtsein sogar besser
ausgeprägt als das ihrer Gegner. Vielleicht empfinden sie gerade
restriktiv, monopolistisch, monetaristisch und kapitalistisch
geprägte Form der Gesellschaft als “unrecht” oder zumindest als für
die Allgemeinheit nicht besonders gut. Schon mal darüber nachgedacht?
Schon mal darüber nachgedacht, warum diese Leute so denken? Offenbar
nicht.
Also steig jetzt bitte in Deinen BMW oder Porsche oder was weiß ich
was Du fährst und begib Dich auf Deine nächste Party, wo Du Dich mit
Deinen Mädels im Arm feiern lassen kannst. Aber laß uns
OpenSource-Entwickler in Ruhe.