Re: Welche Versicherung war es denn? - OLG Frankfurt: Keine Telefonwerbung ohne…

versicherungal ein Versicherungsfred erklärt, wie das mit dem
> Imageschaden ist durch aggressives Marketing für Versicherungen.
> Nämlich so:
> Kleine Versicherung mit unbekanntem Namen wirbt die
> Versicherungsfuzzis an.
soviele kleine Versicherungen gibt es gar nicht. Meistens sind das
Vertriebsgesellschaften, die überwiegend für ein
Versicherungsunternehmen tätig sind.
> Die versichern ihren Freundes- und Bekanntenkreis, auch die eigene
> Oma wird noch hoffnungslos überversichert. Das bringt richtig Kohle -
> Lebensversicherungen haben satte Provisionen. Nach einem Jahr hat
> unser frischgebackener freiberuflicher Versicherungsvertreter keine
> Freunde mehr, dafür einige tausend euro mehr auf dem Konto. Und
> irgendwann bekommen die armen Schweine, die sich die ganzen
> Versicherungen haben aufdrücken lassen, Post von einer der
> rennommierten Gesellschaften.
> “Wir teilen Ihnen hiermit mit, daß Gesellschaft X jetz von uns
> übernommen wurde, für Sie ändert sich nix, alle Ihre Verträge laufen
> auf uns weiter”.
Kleine Vertriebe werden von größeren übernommen. Bei den
Versicherungsgesellschaften selbst gibt es nicht soviel Bewegung.
> Mit anderen Worten: Die Kampfschweine sind nicht die großen, lassen
> sich aber, wenn genug Verträge aufgelaufen sind, von denen
> übernehmen.
Versicherungsgesellschaften gründen (HMI) oder kooperieren mit
Vertriebsgesellschaften (DVAG, AWD, …). Damit bleibt die
Versicherungsgesellschaft “sauber” und der Vertrieb bekommt einen
seriösen Anstrich, weil er ja mit der großen, seriösen Pfefferminzia
AG kooperiert. Hauptzweck ist in der Regel Neukundengewinnung.
Übrigens sind es eher nicht tausende auf dem Konto, sondern
insbesondere bei den größeren Vertrieben tausende im Soll. Zum einen
gibt es einen enormen Gruppendruck um ein entsprechendes Auftreten zu
haben. Wer noch nicht so lange dabei ist und evtl. eine
Kreditwürdigkeit besitzt, übernimmt sich schnell in seiner
Investitionsplanung, wenn er den ersten Tausender überwiesen bekommen
hat. Zum anderen stehen den nur auf dem ersten Blick hohen
Provisionen nicht geringe Kosten gegenüber. Da wird der Einsteiger
schonmal zur Kasse gebeten um sich an der Büromiete zu beteiligen
(”Sie sind ja jetzt selbstständig, da müssen Sie auch was
investieren”). Das die tatsächlichen Provisionen normalerweise
deutlich höher sind und man somit davon ausgehen kann, dass die
gezahlte Provision schon um entsprechende Umlagen reduziert wurde,
erfahren die Wenigsten.
In der Regel wird ein nicht zu unterschätzender Teil der Verträge
bereits in den ersten Jahren storniert. Das bedeutet, der Vertreter
wird zusätzlich zur Kasse gebeten und darf seine Provision zumindest
teilweise zurückzahlen. Die Vertriebe bilden zwar “Stornorücklagen”,
die aber immer häufiger nicht ausreicht.
Statistisch betrachtet können nur ca. 20-30 Prozent der Strukkis
längerfristig von dem Geschäft leben. Aber es gilt für Vertreter wie
für Kunden:

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