Entzückende Argumentation - Microsofts Versicherung will Prozesskost…

versicherungn,
diese Argumentation ist wirklich entzückend:
> Klar, Monopolisierung ist Schei.., aber nur Monopolisierung bietet
> Sicherheit.
Das klingt so, als sei es in erster Linie ein “moralische”
Angelegenheit, Monopole abzulehnen, aber wirtschaftlich und
alltagspraktisch seien sie notwendig und gutzuheissen.
Dazu möchte ich noch einmal in Erinnerung rufen, mit welcher Absicht
Gesetze gegen Monople erlassen und dementsprechende Gerichtsurteile hin
und wieder auch ergehen: Um den Wettbewerb sicherzustellen, der sich -
so jedenfalls die Theorie - auf verschiedene Faktoren positiv auswirken
sollte:
- Preise
- Innovation
- Auswahl
- Entwicklung von Alternativen
- Spezialisierung der Produkte
- offene Standards (= Investitionssicherheit!)
- alles mögliche
Das sind alles Dinge, die MS nicht müde wird sich auf die Fahnen zu
schreiben.
Und
in der Tat musste und muss sich auch MS immer wieder dem Wettbewerb
stellen (Desktop-OS mit alltagstauglicher Metapher gegen Apple, Browser
gegen Netscape, Datenbanken gegen Oracle, Serversoftware gegen Sun, und
so weiter). Nur dass sie es, je mehr Geld sie einsetzen konnten, mit um
so widerlicheren Methoden gemacht haben, und mit dem Ziel - das ist
entscheidend - nicht sich dem Wettbewerb zu stellen, sondern ihn
*ab*-zustellen. In diesem Fall geht die Sache nach hinten los:
willkürliche Preise, schleppende Innovation, proprietäre Standards.
Die “Sicherheit”, die von einem Monopol ausgeht, ist also eher was für
Masochisten; man weiss immer vorher schon, wo’s wehtun wird.
Im übrigen ist meiner persönlichen Meinung nach im Zeitalter von
Internet und XML die Bedeutung des OS als “Plattform” deutlich im
Schwinden begriffen. Arbeitsplattformen definieren sich künftig über
DTDs, aber auch da ist MS wieder gut dabei - und insofern besteht auch
für dich kein Grund zur dauerhaften Sorge. ;-) Christoph

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