Re / Stellensuche, AL-Versicherung, Kapitalismus (Schweiz) - Mach mal Pause
> > ein schwarzes Schaf. In liberaleren Ländern mit tieferer
> > Sockelarbeitslosigkeit, wie z.B. die Schweiz, kündigt ein
> > Arbeitnehmer, wenn er sich vom Chef ausgenützt fühlt.
> Dein Einwand, abgesehen von dem Arbeitnehmer, der kündigt (das kann,
> das wette ich, auch in der Schweiz nur einer, für dessen Profil ein
> trenduntypisch hohes Angebot an Stellen existiert
Nein. Es ist ein liberaler Arbeitsmarkt und der macht es eben
möglich, bei tiefer Arbeitslosigkeit von unter 5%, auch als
Arbeitnehmer flexibel zu reagieren. Natürlich nehmen die Chancen,
eine neue Stelle zu finden, mit zunehmendem Alter ab und guter
Qualifikation zu.
> oder einer, der
> gerade zufällig ein gutes Angebot in der Tasche hat; und obwohl die
> Leistungen der Arbeitslosenversicherung in der Schweiz noch besser
> sind als in Deutschland,
Woher hast Du bloss das? Wir haben hier eine Karenzzeit von 30 Tagen,
können nur beziehen, wenn wir vorher mindestens 12 Monate einbezahlt
haben und bekommen bis zur Obergrenze von knapp CHF 9000 (Euro 6000)
auch nur 70% des letzten Lohnes ausbezahlt. Die
Sozialversicherungsabgaben müssen vom Arbeitslosengeld bezahlt werden
und die Steuern auch (kommen hier nach der Eklärung, kein
Quellensteuerabzug).
> Man kann doch die Unternehmen und
> Unternehmer weder für den Kapitalismus noch für den Neoliberalismus
> verantwortlich machen - sie müssen nun mal nach den Regeln des
> kapitalistischen Markts wirtschaften.
Du sprichst so, als wäre dieser Markt vollkommen frei von Regeln. Dem
ist beleibe nicht so.